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Fachbeitrag

Controlling am Bau: Welche Kennzahlen Ihre Projekte wirklich steuern

Ob eine Baustelle Geld verdient, zeigt der Jahresabschluss erst, wenn es zu spät ist. Mit den richtigen Kennzahlen sehen Sie Abweichungen, solange Sie noch gegensteuern können. Dabei gilt: Nicht jeder Betrieb braucht jede Kennzahl. Entscheidend ist eine kluge Auswahl, die zu Ihrer Größe und Auftragsstruktur passt.

5 Minuten Lesezeit Werner Broeckmann

Die fünf Felder, auf die es ankommt

Für die meisten Bau- und Handwerksbetriebe reichen Kennzahlen aus fünf Bereichen, um Projekte sicher zu führen:

  • Kosten: Budget, Ist-Kosten, Kosten je Gewerk oder je Quadratmeter. Sie zeigen, ob der finanzielle Rahmen hält.
  • Termine: Baufortschritt, Durchlaufzeiten und Terminabweichungen. Sie machen Verzögerungen früh sichtbar.
  • Qualität: Anzahl der Mängel und Nacharbeiten. Sie schützen vor teuren Gewährleistungsfällen.
  • Ressourcen: Auslastung von Personal und Geräten, Stunden je Gewerk, Materialverbrauch. Sie zeigen, wo Kapazität verloren geht.
  • Risiken: technische, rechtliche und wirtschaftliche Risiken, systematisch erfasst und bewertet.

Was Sie davon haben

Kennzahlen sind kein Selbstzweck. Richtig eingesetzt, verändern sie die Art, wie Sie Ihren Betrieb führen:

  • Sie erkennen Abweichungen während des Projekts, nicht erst bei der Schlussrechnung.
  • Sie finden Einsparpotenziale und vermeiden Kostenüberschreitungen.
  • Sie senken Nacharbeit und Gewährleistungsrisiken.
  • Sie setzen Personal, Geräte und Material dort ein, wo sie am meisten bewirken.
  • Sie gehen mit belastbaren Zahlen in Bank- und Kundengespräche.

Der erste Schritt: die Nachkalkulation

Wer noch kein Projektcontrolling hat, beginnt am besten mit einer sauberen Nachkalkulation. Zerlegen Sie die Einheitspreise in Lohn- und Materialanteile, erfassen Sie die tatsächlich geleisteten Stunden und vergleichen Sie beides regelmäßig mit dem Leistungsfortschritt. Schon dieser einfache Soll-Ist-Vergleich zeigt, welche Baustellen und Gewerke tragen und wo nachgesteuert werden muss.

Fachbeitrag aus unserem bisherigen Unternehmerblog, überarbeitet

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Werner Broeckmann, Berater für Bau und Handwerk bei SUCCEED, im dunklen Sakko vor heller Wand
Werner Broeckmann Berater für Bau und Handwerk